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Messe Basel – Neubau | „Messezentrum Basel 2012“: Markante Modernisierung des Messegeländes in Basel

10. Mai 2006 DeutschEnglishFrançais
„Messezentrum Basel 2012“: Markante Modernisierung des Messegeländes in Basel

Mit Investitionen von insgesamt 350 Millionen Franken soll das Messegelände in Basel bis zum Jahr 2012 eine markante Modernisierung erfahren. Die wichtigsten Teile des Projekts, welches das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron im Auftrag der Messe Schweiz entwickelt hat: Die Halle 1 wird zum Messeplatz hin erweitert, das Gebäude 3 neben dem Parkhaus wird erneuert, und die beiden neuen Hallenkomplexe werden mit einer zweigeschossigen Überbauung des Messeplatzes miteinander verbunden. Die Messe Schweiz wird 200 Millionen Franken der geplanten Investitionen selber tragen können, der Rest soll durch Investitionsbeihilfen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft finanziert werden.


Hauptauslöser für die notwendigen Investitionen in das Messegelände in Basel ist die Tatsache, dass die im Erlenmattquartier gelegene Halle 6 mit einer Bruttoausstellungsfläche von 26'000 Quadratmetern spätestens im Jahr 2012 nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Für die Durchführung der Weltmesse für Uhren und Schmuck BASELWORLD muss deshalb bis dahin neue Ausstellungsfläche geschaffen werden. Zudem genügt die Halle 3 neben dem Parkhaus den betrieblichen und sicherheitstechnischen Anforderungen nicht mehr, und mit dem „Kopfbau“ vor der Halle 1 verstellt ein kaum nutzbarer Gebäudeteil den Zugang zu dieser 1998/99 gebauten Messehalle und belegt potenzielle Ausstellungsfläche an bester Lage.

Überbauung des Messeplatzes

Ziel der Messe Schweiz ist es, mit geeigneten baulichen Massnahmen die Durchführung des Eigenmessen-Portfolios am Standort Basel zu sichern, insbesondere der Weltmesse für Uhren und Schmuck BASELWORLD. Ausgerichtet auf die entsprechenden Anforderungen hat das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron eine umfassende Projektstudie vorgenommen und in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Unternehmens sowie unter Einbezug der kantonalen Behörden das nun vorliegende und vom Verwaltungsrat der Messe Schweiz beschlossene Projekt entwickelt. Im Mittelpunkt dieses Projekts stehen folgende Teile:

• eine Erweiterung der Halle 1 mit einem neuen dreigeschossigen Hallenkomplex (Erdgeschoss und zwei Obergeschosse) anstelle des bestehenden „Kopfbaus“
• ein viergeschossiger Hallenkomplex anstelle der heutigen
Halle 3 (Untergeschoss, Erdgeschoss und zwei Obergeschosse), mit einer multifunktionalen „Eventhalle“ im Erdgeschoss, die auch als Ersatz für den Grossen Festsaal im heutigen „Kopfbau“ dient;
• eine Verbindung der neuen Hallenkomplexe 1 und 3 durch eine zweigeschossige Überbauung des Messeplatzes (zwei Obergeschosse), wobei ebenerdig ein offener, überdachter Raum mit zwei separaten Eingängen zu den neuen Hallenkomplexen geschaffen wird, der auch für andere Nutzungen zur Verfügung stehen wird („Stadt Lounge“);
• ein unterirdisches Anlieferungskonzept für die neuen Hallenkomplexe mit einer Verbindung des bestehenden Untergeschosses der Halle 1 mit der neuen Halle 3 durch eine Unterführung unter dem Messeplatz;
• eine Erweiterung des „Boulevards“ Riehenring und die Schaffung eines Grüngürtels entlang der Riehenstrasse;
• die Erneuerung der Fassade des Parkhaus sowie die Umnutzung der ebenerdigen Halle für verschiedene Dienstleistungen der Messe Schweiz;
• eine Optimierung der Erschliessung und des Raumprogramms im Congress Center Basel.

Prüfung verschiedener Varianten

Im Rahmen der Projektstudie sind mehrere Varianten geprüft worden. Denkbare Areale zur Erweiterung des Messegeländes über den bestehenden Perimeter hinaus – u.a. das Erlenmattquartier, der Landhof oder das Syngenta-Areal – stehen jedoch nicht zur Verfügung. Entsprechende Projekte würden zudem entscheidende Anforderungen nicht erfüllen und die finanziellen Möglichkeiten bei weitem überschreiten. Das gleiche gilt für verschiedene Varianten innerhalb des bestehenden Geländes: Bei einem Abbruch des Parkhauses und einer Über- oder Unterbauung der Rosentalanlage sowie bei einer Unterbauung des Messeplatzes könnten bei wesentlich höheren Kosten entscheidende quantitative und qualitative Anforderungen nicht erfüllt werden.

Erfüllung aller Anforderungen und Bedürfnisse

Im Unterschied dazu erfüllt das vorliegende Projekt alle messebetrieblichen Anforderungen und Anliegen der Öffentlichkeit. Nach seiner Realisierung wird die Messe Schweiz eine Bruttoausstellungsfläche von 150'000 Quadratmetern zur Verfügung haben. Das sind 11'000 Quadratmeter weniger als heute; diese leichte Reduktion der Bruttoausstellungsfläche kann dadurch kompensiert werden, dass mehr Fläche für mehrstöckige Standbauten zur Verfügung stehen wird.

Eine der wichtigsten Anforderungen, welche das Projekt erfüllt, ist die gesteigerte Kompaktheit des Geländes mit grossen zusammenhängenden Ausstellungsflächen. Dies wird eine wesentlich flexiblere Bewirtschaftung erlauben, sei es bei der Durchführung von Parallelveranstaltungen oder in der Anordnung verschiedener Sektoren innerhalb einer Messe. Durch diese Kompaktheit sowie die Überbauung des Messeplatzes wird auch der Komfort für die Besucher/innen verbessert.

Das Projekt trägt auch den Bedürfnissen der Öffentlichkeit Rechnung: Die Rosentalanlage wird nicht tangiert, und mit der Neugestaltung entlang des Riehenrings und der Riehenstrasse sowie mit der geplanten Begrünung der Parkhausfassade werden weitere Grünräume hinzukommen. Mit dem offenen, gedeckten Raum unter der Überbauung des Messeplatzes wird eine „Stadt Lounge“ geschaffen, die als Anziehungs- und Treffpunkt für eine Belebung des Messeplatzes und damit auch für eine Aufwertung der Clarastrasse sorgen wird. Dieser Raum wird zudem für die Herbstmesse interessante Möglichkeiten bieten; das neue Hallenkonzept wird es überdies erlauben, dass die Herbstmesse in der Halle 1 untergebracht werden kann. Schliesslich können durch die unterirdische Anlieferung auch die Verkehrsimmissionen für die Anwohnerschaft wesentlich verringert werden.

Investitionen von 350 Millionen Franken

Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 350 Millionen Franken. Obwohl sich die Messe Schweiz durch eine branchen-überdurchschnittliche Eigenwirtschaftlichkeit auszeichnet, wird sie das Projekt nicht alleine finanzieren können. Insgesamt wird die Messe Schweiz Investitionen von 200 Millionen Schweizer Franken selber tätigen können, wofür unter anderem eine Aktienkapitalerhöhung ins Auge gefasst wird. 150 Millionen Franken sollen die Kantone Basel-Stadt (100 Millionen Franken) und Basel-Landschaft (50 Millionen Franken) als Investitionsbeihilfen (Investitionsbeiträge und zinslose Darlehen) beisteuern. Die Regierungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben ihre Unterstützung in diesen Grössenordnungen zugesagt und werden den Parlamenten entsprechende Anträge unterbreiten.

Mit ihrem Engagement bekennen sich die Messe Schweiz und die beiden Basel gleichermassen zum Standort Basel als national bedeutendster und international weit ausstrahlender Messeplatz.

Grosser volkswirtschaftlicher Nutzen

Eine Unterstützung des Projekts durch die öffentliche Hand ist angesichts der grossen volkswirtschaftlichen Effekte, welche die Veranstaltungen im Messe- und Kongresszentrum Basel auslösen, eine Investition, die sich bezahlt macht.

Berechnungen der BAK Basel Economics zufolge geben die Aussteller und Besucher der Eigen- und Gastveranstaltungen der Messe Schweiz jedes Jahr insgesamt fast zwei Milliarden Franken aus, davon 1.4 Milliarden Franken in der Schweiz beziehungsweise 800 Millionen Franken in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Folgeeffekte führen diese Ausgaben in der Schweiz zu einer Wertschöpfung von rund 1.9 Milliarden Franken, einer Beschäftigung von gegen 22’000 Vollzeitstellen sowie jährlichen Steuererträgen von über 300 Millionen Franken. In den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft beträgt die durch die Veranstaltungen der Messe Schweiz ausgelöste Wertschöpfung über 900 Millionen Franken, woraus sich in diesen Kantonen über 10'000 Arbeitsplätze und jährliche Steuererträge von rund 70 Millionen Franken ergeben.

Terminplan

Der Terminplan zur Realisierung des Projekts „Messezentrum Basel 2012“ sieht vor, dass noch in diesem Jahr die baurechtlichen Grundlagen erarbeitet werden. 2007 sollen die notwendigen Parlaments- und allenfalls Volksentscheide herbeigeführt und das Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden, so dass Anfang 2008 die ersten Vorbereitungsarbeiten starten können. Die Hauptarbeiten sollen unter Berücksichtigung der jährlich stattfindenden BASELWORLD in drei Bauphasen in den Jahren 2009 bis 2011 durchgeführt werden.

Der enge Terminplan machte es notwendig, die Option auf eine Verlängerung des Mietvertrages mit der Eigentümerin der Liegenschaft, in der sich die Halle 6 befindet, um zwei Jahre zu verlängern, was vom Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt bereits gutgeheissen worden ist.

 

Kontaktstelle für die Medien:

Christian Jecker
Leiter Unternehmenskommunikation
Telefon: +41 58 206 22 52
christian.jecker@messe.ch

MCH Messe Schweiz (Holding) AG
CH-4005 Basel
www.messe.ch

 

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