Der nachhaltige Messestand: Sustainability im Messebau

Publiziert am 12.05.2016 von Christoph Spangenberg

Nachhaltigkeit liegt im Trend. Auch im Messebau lassen sich ressourcenschonende und CO2-neutrale Stände realisieren. Das Schweizer Bäckerei- und Gastro-Unternehmen Pistor setzt beim Messestand auf recycelbare und schadstofffreie Materialien sowie eine lange Einsatzzeit. Extra zertifizierte Stände bietet Messebauer Expomobilia an.

Nachhaltiger Messestand von Expomobilia (MCH Group) für Pistor

Es war eine Premiere im Schweizer Messebau: Rund 300 Quadratmeter Fassade des neuen Messestands von Pistor sind aus ECOR hergestellt. ECOR ist ein vergleichsweise neues Material und, so wirbt der Hersteller, eine nachhaltige Alternative zu Holz, lasse sich auch wie jenes in sämtliche dreidimensionalen Produkte verarbeiten. Das Material wird aus Zellulosefasern hergestellt, die aus Zeitungspapier, Kartonage und landwirtschaftlichen Nebenprodukten gewonnen werden. Damit ist ECOR vollständig recycelbar und schadstofffrei.

CO2-neutrale Messestände

"Der Pistor-Stand ist hinsichtlich Nachhaltigkeit und Ökologie ein Vorzeigemodell", sagt Peter Rütimann, zuständiger Projektleiter bei Expomobilia. Der zur MCH Group gehörende Messebauer aus Effretikon bietet auch nachhaltigen und CO2-neutralen Messebau an. Dazu hat sich die Firma von der Non-Profit-Stiftung myclimate beraten lassen. Bei Konzeption und Realisierung wird geachtet auf eine lange Lebensdauer und einen hohen Wiederverwendbarkeitsgrad, recycelbare und mehrmals einsetzbare Materialien sowie umweltzertifiziertes Holz oder Ersatzmaterial wie ECOR.

Nachhaltiger Messestand von Expomobilia (MCH Group) für Pistor

Für die Beleuchtung werden hauptsächlich langlebige LED-Leuchtmittel mit geringerem Energiebedarf genutzt. "Selbst in der Logistik achten wir darauf, dass die Transporte ausschliesslich durch Fahrzeuge mit ECO-Euro-5 Motoren durchgeführt werden, welche zur Zeit die tiefsten Schadstoffemissionen aufweisen", sagt Rütimann.

Recycelbar und frei von Schadstoffen

Beim Pistor-Messestand handelt es sich um ein modulares Standkonzept, das in zwei verschiedenen Grössen an der Schweizer Fachmesse für Bäckerei-, Konditorei- und Confiseriebedarf (FBK) sowie an der Gastro- und Hotelleriemesse Igeho eingesetzt werden kann. Der Stand bietet zudem ausreichend Platz für eine Begegnungszone, Degustationsflächen und die Möglichkeit zum Einsatz von Infomedien. "Der Entscheid für dieses 'Marktplatz'-Konzept kam nicht zuletzt wegen des von Expomobilia vorgeschlagenen nachhaltigen Standbaumaterials zustande", sagt Viviana Schüpfer, Leiterin Marketing Services bei Pistor. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren in Sachen Nachhaltigkeit. "Beim ersten Einsatz hat es uns durch Haptik und Optik zu 100 Prozent überzeugt", so Schüpfer.

Modulares Konzept für lange Nutzungsdauer

Zur Nachhaltigkeit tragen zwei weitere Faktoren entscheidend bei: das modulare Konzept sowie die beabsichtigte Nutzungsdauer. "Durch die Modularität haben wir die Möglichkeit, auf die Eigenheiten jeder Messe einzugehen, entsprechende Adaptionen vorzunehmen und so dem Stand immer neue Spannung zu verleihen, ohne den Charakter der 'Pistor-Welt' zu verlieren", erklärt Schüpfer. Neubauten sind somit nicht erforderlich. Pistor will den Stand noch mindestens weitere fünf Jahre vorwiegend an Igeho und FBK einsetzen. So lassen sich Nachhaltigkeit und wirkungsvolle Brand-Inszenierung hervorragend kombinieren.

Mehr Infos zu nachhaltigem Messestandbau.

Christoph Spangenberg

Veröffentlicht unter:

Kommentar verfassen

 
 

 

Teilen