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Kolonialmesse 1925: Exotisches in Lausanne

Publiziert am 05.02.2016 von
Comptoir Suisse 1925 Foire internationale des produits coloniaux et exotiques

Ein afrikanisches Dorf und exotische Produkte, die man im Jahr 1925 nur aus Geschichtsbüchern kannte: die erste Internationale Messe für Kolonial- und Exotikprodukte brachte die Welt nach Lausanne.

Die Nachricht aus Bern im Jahr 1925 verärgerte die Organisatoren des Comptoir Suisse: Nur rund 100 Kilometer entfernt hatte man sich entschlossen, ebenfalls eine nationale Landwirtschaftsmesse zu veranstalten, und das ebenfalls im September. Weil diese somit in direkter Konkurrenz zum Comptoir stand, befürchteten dessen Veranstalter einen Besucherrückgang.

15 Länder präsentieren Produkte und Kultur

Um den neuen Rivalen zu trotzen, übernahm das Organisationskomitee die Idee des damaligen Direktors Henri Muret und veranstaltete vom 27. Juni bis 26. Juli 1925 eine Internationale Messe für Kolonial- und Exotikprodukte. 15 Länder präsentierten ihre Produkte, darunter Belgisch-Kongo und Belgien, Kolumbien, Griechenland, Frankreich und Italien, Costa-Rica, Spanien, Guatemala und Japan, Portugal, die Niederlande, Italien, Deutschland und die Türkei. "Eine Fülle an Produkten, die wir so bisher nur durch die trockene Auflistung in unseren Geschichtsbüchern kannten. Was für ein Anschauungsunterricht für unsere Schüler", jubelte die Zeitung "La Revue" am 29. Juni 1925.

Senegal in Lausanne

Das Highlight war ein afrikanisches Dorf. Die Ausstellung wurde ein grosser Erfolg und bot zugleich eine Gelegenheit, neue Horizonte für den Handel und die einheimische Industrie zu erschiessen. 

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