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Fast 3'000 Jahre alt: Messen und Messefrieden

Publiziert am 17.02.2016 von
MCH Group Schweizer Mustermesse Basel 1947

Handelsmessen gab es bereits im 9. Jahrhundert vor Christus. Schon damals genoss der Messeplatz einen besonderen Schutz – der Vorläufer des heutigen Messefriedens.

900 Jahre vor Christi Geburt in der phönizischen Hafenstadt Tyrus, heute im Süden des Libanon gelegen: Händler bieten ihre Waren feil, wer sie erwerben möchte, muss tauschen. Es ist die erste überlieferte Handelsmesse. Ausführlich beschrieben wird sie im Alten Testament der Bibel, Buch Ezekiel, Kapitel 27. Der Begründer dieser Handelsform war der phönizische König Hiram I.

Schon damals, so deutet es die Bibel an, war der Messeplatz eine besondere Schutzzone. Selbst Feinde konnten dort für die Dauer der Messe ungefährdet Handel treiben. Diese Besonderheit ist heute als Messefrieden bekannt.

Der Messeplatz - eine besondere Schutzzone

Doch Messefrieden bedeutet mehr als das Aufrechterhalten von Sicherheit und Ordnung. Es meint: Unabhängig von politischen Differenzen müssen Menschen an Messen ausstellen und teilhaben dürfen, ob als Aussteller oder Besucher. Politische Teilnahmekriterien sind verboten. Verantwortlich für den Messefrieden ist der Staat.

Was vor beinahe 3'000 Jahren bereits galt, ist noch immer von wesentlicher Bedeutung. Auch heute treffen Aussteller und Besucher aus aller Welt auf Messen und Kongressen zusammen, ungeachtet der politischen Lage und möglichen politischen Differenzen.

Bild: Staatsarchiv Basel Stadt/Privatarchiv MCH Group 

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