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Älter als die Entdeckung Amerikas: Basler Herbstmesse

Publiziert am 12.08.2016 von
Basler Herbstwarenmesse

Die richtigen Beziehungen können den Business-Alltag vereinfachen – das galt bereits vor mehr als 500 Jahren. Denn das Messeprivileg, welches Basel im Jahr 1471 erhielt, verdankt die Stadt auch einem Papst, der Basel sehr wohlgesonnen war.

Drei Wünsche hatte Basels Bürgermeister Hans von Flachslanden, als er nach Rom reiste, um den frisch gewählten Papst Pius II. im Jahr 1458 zu beglückwünschen. Die Gewährung einer "Jahrmesse", die Erlaubnis zur Stiftung einer Universität und die erneute Wahl Basels als Versammlungsort für ein mögliches weiteres Reformkonzil. Bereits von 1431 bis 1449 hatte dieses Konzil in Basel stattgefunden. Einer der Teilnehmer war der kirchliche Sekretär Enea Silvio de Piccolomini. Piccolomini liebte die Stadt und war ihr äusserst wohlgesonnen. Und es war eben jener Piccolomini, der als Papst Pius II. den Stuhl Petri bestieg.

Auf Wunsch der Stadt Basel und des Bürgermeisters Hans von Flachslanden unterzeichnete der Papst einen Empfehlungsbrief an Kaiser Friedrich III. Das Schreiben empfahl die Gründung einer Universität und die Erteilung des Messerechts. Während die Universität bereits 1460 gegründet werden konnte, erhielt Basel das Messeprivileg erst am 11. Juli 1471 von Kaiser Friedrich III.

Fortan durfte man zwei Mal im Jahr zwei 14-tägige Messen abhalten; eine vor dem Martinstag, die "Martini-Messe" und eine zu Pfingsten. Die Herbstmesse existiert seitdem bis heute ohne Unterbruch, und wird in den Basler Messehallen von der Herbstwarenmesse ergänzt. Die Pfingstmesse wurde bereits 1494 wieder abgeschafft.

Foto: MCH Group 

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