Zionistenkongress Basel: Grundstein für den Staat Israel

Publiziert am 05.08.2016 von
Zionisten Kongress Basel 1946 im Festsaal der Mustermesse (MCH Group)

Die Basler Zionistenkongresse haben die Welt verändert. 1897 wurde das "Basler Programm" zur Schaffung eines jüdischen Staates verabschiedet. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm der Kongress die Forderung im Festsaal der Mustermesse wieder auf – mit Erfolg.

August 1897, Basler Stadtcasino. Im Musiksaal des Casinos, dort, wo 1917 die erste Mustermesse stattfinden sollte, trafen sich rund 200 Teilnehmer zum ersten Zionistenkongress. Initiator war Theodor Herzl, Journalist aus Wien und Begründer des modernen Zionismus. Die Delegierten verabschiedeten das "Basler Programm", das die Schaffung eines jüdischen Staates in Palästina vorsah.

Zunächst blieb der Plan unverwirklicht und bis 1946 fanden neun weitere Kongresse in Basel statt. Nach dem Völkermord an den Juden im Zweiten Weltkrieg kamen im Dezember 1946 erneut 357 Delegierte und 2'000 Besucher im Festsaal der Mustermesse zusammen. Sie gedachten der Kriegsopfer und forderten mit Nachdruck die Schaffung eines eigenen Staates. Ein Moment, in dem Weltgeschichte geschrieben wurde. Die Forderung überzeugte die Völkergemeinschaft mehrheitlich. Im Mai 1948 erfüllte sich der Wunsch: Israel wurde gegründet.

Foto: ETH Archiv für Zeitgeschichte, Z jüdische Periodika / JR-1946-16 

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