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Criterion Festival: "Innovative Lösungen für Konsum, Design, Handwerk und Esskultur"

Publiziert am 29.03.2018 von Christoph Spangenberg
Regina Gregory, Criterion Festival (MCH Group)

Wie wollen wir in Zukunft leben, arbeiten und essen? Das Criterion Festival zeigt innovative Lösungen für Konsum, Design, Handwerk und Esskultur. Das neue Format der MCH Group findet erstmals vom 6. bis 8. April in der Messe Zürich statt. Neben 120 Ausstellern gibt es 160 Programmpunkte wie Keynotes, Workshops und Podiumsgespräche. Ein Interview mit Festivalleiterin Regina Gregory. 

Regina, stelle das Criterion Festival doch mal kurz vor!

Criterion ist Markt, Kongress und Treffpunkt, wo eingekauft und Wissen ausgetauscht wird. Der Besucher erhält die Möglichkeit, Experten des Faches über die Schultern zu schauen oder gleich selber aktiv zu werden. Immer mit dem Ziel, dass die Leute einen Gang herunter schalten, sich mit guten Produkten und Ideen auseinander setzen und auf neue Ideen kommen.

Wie wurde die Idee zur Criterion geboren?

In einem Kaffee nähe Langstrasse zusammen mit Christoph Kamber, der eine neue Messeleiterin gesucht hat. Bald aber auch im Austausch mit unserem spezialisierten und versierten Creative Board und vielen Kennern aus verschiedenen Szenen. Mit Criterion wollen wir die Besucher des Festivals und unserer Online-Seite motivieren, das, was sie schon lange verändern wollten, heute in die Hand zu nehmen. Für eine Zukunft mit Zukunft. Damit drehen sich die Themen rund um unseren Alltag, also einmal quer durch unseren Alltag. So hatten wir erst mal mit sehr vielen Leuten Gespräche geführt und uns immer mehr dem Konzept, was Criterion heute ist, genähert.

Wozu brauchen wir denn neue Lösungen? 

Wir schlagen die Zeitung auf und sehen Krisen, Skandale und Katastrophen. Bei vielen macht sich das Gefühl breit, dass es nur noch bergab geht. Dabei schlummert in einer solchen Perspektive, dass wir morgen weniger haben, als heute, auch eine Gefahr: Man teilt weniger, geht weniger gern Risiken ein und versucht, das zu sichern, was man hat. Gleichzeitig gab es unserer Meinung nach aber auch noch nie so viele mutige Leute, die bereits heute Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit bereitstellen. Leute, welche die Antworten auf die Frage liefern, was uns wirklich glücklich macht und wie wir in Zukunft leben, arbeiten und essen wollen. Leute, welche uns eine hoffnungsvollen Blick in eine bessere Zukunft ermöglichen. Damit wir wieder mehr teilen und mehr Risiken eingehen. Für eine Zukunft, in der wir alle leben wollen.

Wie sehen solche Lösungen aus?

Esther Kern zeigt mit ihrer Aktion Leaf to Root, wie man aus Rüstabfällen kulinarische Köstlichkeiten kocht. Traditionsunternehmen wie Kandahar oder Messerschmiede Klötzli zeigen, dass man durch Innovation nach wie vor lokal produzieren kann. Im Fashion Revolution Village wird den Besuchern bewusst, dass transparente Produktionsprozesse nicht nur besser sind, sondern man in diesen Kleidern auch besser aussieht. Der Laden Föfi zeigt, dass es auch ohne Abfälle geht. Bei Polyroly erfährt man, dass Transport mit dem Zweirad kein Widerspruch sein muss.

Wie unterscheidet sich Criterion von anderen Messen und Events zu ähnlichen Themen?

Wir haben uns bei jeder Entscheidung gefragt, ob es auf die Geschichte hinter Criterion einzahlt. Das fängt beim Standbau, dem Wahl des Messeteppichs (so wenig wie möglich und recyclierbar) an und zieht sich weiter bei der Auswahl der Aussteller. Besonders ist wohl aber, dass wir mit der Erstausgabe nicht nur über 120 „Acts“ zeigen, wie wir unsere Aussteller nennen, sondern über die dreieinhalb Tage das Festival mit über 160 Rahmenprogrammpunkten, das sind Keynotes, Workshops, Podiumsgespärche, (Koch-)Shows, Führungen, Performances das Festival wirklich zu einem interaktiven Erlebnis wird. Hier geht’s zum ganzen Festivalprogramm: https://criterion.ch/festivalprogramm/

Criterion Festival, 6. bis 8. April 2018, Messe Zürich. Infos und Ticket: www.criterion.ch

Christoph Spangenberg

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