Projekt Parkhaus Messe Basel

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Neubau mit verschiedenen Nutzungen

Wenn die bestehenden Parkplätze in mehrere Untergeschosse verlegt werden, hat das Areal des Parkhauses der Messe Basel grosses Potenzial für einen Neubau mit quartierbezogenen Nutzungen, Wohnungen, Hotel und Büros. Dies zeigen die Beiträge der drei Planungsbüros im Rahmen einer Testplanung. Die MCH Messe Basel hat beim Kanton Basel-Stadt eine entsprechende Anpassung des Bebauungsplanes beantragt, damit danach ein konkretes Bauprojekt entwickelt werden kann.

Im Januar 2013 hatte die MCH Messe Basel eine Testplanung in Auftrag gegeben, welche die Entscheidungsgrundlagen liefern sollte, ob das bestehende Parkhaus der Messe Basel saniert oder durch einen Neubau ersetzt werden soll und kann. Die Testplanung sollte insbesondere das Potenzial von zusätzlichen Nutzungen – quartierbezogenen Nutzungen, Hotelbetrieb, Büros und Wohnungen – aufzeigen und die entsprechenden städtebaulichen Möglichkeiten an diesem Standort ausloten. Dies unter folgenden Vorgaben: Die Anzahl der Parkplätze soll erhalten bleiben; der Planungsperimeter muss sich auf das Areal des heutigen Parkhauses beschränken und darf die Rosentalanlage sowie die Grünfläche entlang der Riehenstrasse nicht tangieren. 

Die von der MCH Messe Basel unter Einbezug des Bau- und Verkehrsdepartementes des Kantons Basel-Stadt mit der Testplanung beauftragten Planungsbüros waren Buchner Bründler Architekten AG, Herzog & de Meuron Ltd. sowie Morger Dettli Architekten AG. Auf Grund der im Oktober 2013 vorliegenden Erkenntnisse aus der ersten Testplanungsphase sind auf Empfehlung des Begleitgremiums die beiden Büros Herzog & de Meuron sowie Morger Dettli mit einer Vertiefung ihrer Arbeiten beauftragt worden. 

Wie die Beiträge der Planungsbüros aufzeigen, besteht beim Parkhausareal tatsächlich ein grosses Entwicklungspotenzial – allerdings nur, wenn das gesamte Parking in Untergeschosse verlegt wird. Neben den unterirdischen 1'448 Parkplätzen sind die vertieften Planungsstudien von folgendem Raumprogramm ausgegangen: rund 1'000 m2 für quartierbezogene Nutzungen im Erdgeschoss, 12'000 bis 18'000 m2 für Wohnungen, 16'000 bis 18'000 m2 Büros und rund 10'000 m2 für einen Hotelbetrieb.

Im Beitrag von Morger Dettli Architekten bildet das Erdgeschoss ein Sockelgeschoss, das sich über den ganzen Perimeter des Parkhausareals erstreckt. Gut zwei Drittel seines Daches auf der Seite der Rosentalanlage ist als Dachgarten konzipiert. Parallel zur Halle 1 steht auf diesem Sockelgeschoss ein schlankes, 31-geschossiges Hochhaus, das sich über dem 7. Obergeschoss gegenüber der Riehenstrasse kontinuierlich zurückstaffelt. Die unteren Geschosse sind für Büros, die mittleren für einen Hotelbetrieb und die oberen für Wohnungen vorgesehen.

Der Beitrag von Herzog & de Meuron sieht einen Innenhof vor, der im Zentrum eines mehrgeschossigen Sockels mit Büro- und Hotelnutzungen steht. Wie das Erdgeschoss ist auch das dritte Obergeschoss, in dem unter anderem ein Restaurant untergebracht ist, eine öffentlich zugängliche Ebene. Auf dem zusammenhängenden Sockel rund um den zentralen Innenhof stehen vier unterschiedlich hohe Türme mit Wohnungen, wobei die beiden höheren, 20- und 23-geschossigen Türme auf der Seite des Messeplatzes angeordnet sind.

"Die Strategie, am Standort des heutigen Parkhauses zusätzliche Nutzungen anzuordnen, erlaubt eine Belebung und Aufwertung des Standortes, und soll deshalb weiter verfolgt werden." Zu diesem Schluss kommt das Expertengremium, das die Testplanung begleitet hat. Dieser Empfehlung folgend, hat die MCH Messe Basel beim Kanton Basel-Stadt beantragt, den Bebauungsplan anzupassen und das entsprechende Verfahren in die Wege zu leiten. Wie der - allerdings noch nicht abgeschlossene - politische Entscheidungsprozess zeigt, wird das Projekt sowohl von der Regierung wie auch von der Mehrheit des Parlaments grundsätzlich begrüsst.

Genehmigung des Bebauungsplans

Im März 2018 hat der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt den Ratschlag für den Bebauungsplan dem Grossen Rat unterbreitet, der ihn an die Bau- und Raumplanungskommission (BRK) überwiesen hat. Diese hat ihrem Bericht vom 23. Mai 2019 den regierungsrätlichen Ratschlag in einigen Punkten angepasst. Sie forderte unter anderem mehr Wohnanteil und einen 40%igen Anteil an gemeinnützigen Wohungsbauten sowie eine Reduktion des Parkplatzangebotes und des maximalen jährlichen Verkehrsaufkommens. Am 27. Juni 2019 hat der Grosse Rat den Bericht an die BRK zurückgewiesen, damit diese Punkte nochmals vertieft geprüft werden.