Basel - aus der Heimat in die Welt

Als global ausgerichtetes Unternehmen mit Hauptsitz in Basel ist die MCH Group tief in der Region verwurzelt - und zugleich eng mit internationalen Plattformen für Austausch, Kultur und Wirtschaft verbunden. 

Strategische Bedeutung des Standorts Basel

  • Der Standort Basel, insbesondere rund um den Messeplatz Basel und das Ausstellungs- und Kongressgelände der Messe und Congress Center Basel, bildet ein wichtiges städtisches Cluster - gemeinsam mit Life-Science-Standorten und Infrastruktur rund um Bahnhof und Flughafen Basel-Mulhouse

  • Mit der Initiative MesseQuartier Basel verfolgt die MCH Group das Ziel, diesen Standort weiter zu beleben: Der öffentliche Raum soll stärker genutzt, Aufenthaltsqualität gesteigert und das Gelände ganzjährig attraktiver gestaltet werden. 

  • In Basel verfügt die MCH Group über eine Infrastruktur mit grosser Bedeutung: Fünf Messehallen, 25 Konferenzräume, mehr als 900’000 Besucher jährlich – eine starke Basis zur Verknüpfung von Veranstaltungen, Standortentwicklung und Stadt &  Wirtschaft. 

Warum der Standort wichtig für uns ist

Wir sehen in Basel nicht nur einen Veranstaltungsort, sondern einen strategischen Baustein zur langfristigen Verankerung und Wertschöpfung. Der Ausbau von Wohn-, Gewerbe- und Freiraumnutzungen rund um unsere Messe- und Kongressinfrastruktur stärkt die Region, erhöht die Attraktivität unseres Standorts und bietet neue Synergien zwischen Wirtschaft, Stadtentwicklung und Kommunikation.

Projekt Rosentalturm

Ausgangslage & Ziel

Auf dem Areal des heutigen Parkhauses der Messe Basel entsteht mit dem Rosentalturm ein Neubau, der den öffentlichen Raum rund um den Messeplatz aufwertet und belebt. Die Verlegung der bestehenden Parkplätze in Untergeschosse ermöglicht es, oberirdisch Raum für neue Nutzungen und Grünflächen zu schaffen. 

Von insgesamt rund 48’000 m² oberirdischer Bruttogeschossfläche sind mindestens 40’000 m² für Wohnraum vorgesehen, der ein breites Zielpublikum mit einem vielfältigen Wohnungsmix anspricht. Etwa 8’000 m² sind für kommerzielle Nutzungen vorgesehen, insbesondere für lokal verankerte KMU sowie quartiersbezogene Gewerbe- und Gastronomieangebote im Erdgeschoss.

Das Siegerprojekt «Rooseli» von Herzog & de Meuron ging im Dezember 2022 einstimmig aus dem anonymisierten Architekturwettbewerb hervor.

Architektur & Qualitäten

Das Projekt umfasst drei Hauptgebäude: einen Turm zum Messeplatz, einen länglichen Bau entlang der Riehenstrasse sowie einen Pavillon, der den neu entstehenden öffentlichen Freiraum zwischen Turm und Längsbau bespielt.

Die angrenzende Rosentalanlage wird durch einen locker bepflanzten Baumhain erweitert – damit wächst die über Jahrzehnte geschrumpfte Grünfläche wieder an. Insgesamt entstehen rund 410 Wohnungen unterschiedlicher Grösse sowie ca. 1’700 m² Gewerbe- und Gastronomieflächen. Das unterirdische Parkhaus wird 600 bis 750 Stellplätze umfassen, die ausserhalb der Messezeiten öffentlich zugänglich sind.

Ziel ist eine nachhaltige, lebendige Stadtentwicklung mit einem hohen Gestaltungs- und Aufenthaltswert: ein Ort, der Wohnen, Arbeiten, Begegnung und Grünräume verbindet und den Messeplatz auch ausserhalb von Veranstaltungstagen belebt.

Nachhaltigkeit & Bauweise

Der Rosentalturm wird nach hohen Nachhaltigkeitsstandards geplant und gebaut. Im Mittelpunkt stehen eine ressourcenschonende Bauweise, die Reduktion von CO₂-Emissionen und eine begrünte Umgebung mit neuem Innenhof.

Massnahmen zur Hitzeminderung, Förderung der Biodiversität und eine energiesparende Kombination aus Holz-Hybrid- und materialsparender Betonbauweise tragen zu einem umweltfreundlichen Stadtbild bei.
Bei der Gestaltung wird zudem auf Schattenwurf- und Windanalysen geachtet, um den Komfort auf den umliegenden Freiflächen sicherzustellen.

Der gesunde Baumbestand wird weitgehend erhalten; drei Bäume und kleinere Gehölze entlang der Riehenstrasse müssen jedoch gefällt und durch Ersatzpflanzungen kompensiert werden. Die neue Umgebungsgestaltung bringt ein Vielfaches an neuen Bäumen und Pflanzen in das Quartier.

Art Basel | Messeplatz

Bauablauf & Auswirkungen

Während der Bauzeit wird das bestehende Parkhaus rückgebaut. Die Hallen der Messe sind von den Bauarbeiten nicht betroffen; der Messe- und Veranstaltungsbetrieb kann wie gewohnt stattfinden.

Alternative Parkierungs- und Zufahrtslösungen werden mittels bestehender Infrastrukturen geprüft, um den Messebetrieb sicherzustellen. Der Austausch zwischen MCH Group, HRS und den kantonalen Behörden gewährleistet einen reibungslosen Ablauf.

Der Bau dauert voraussichtlich rund vier Jahre. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Zeitplan für 2030 vorgesehen.

Mobilität & Parkierung

Im Baugesuch sind 731 Parkplätze vorgesehen - rund 400 weniger als der Bebauungsplan maximal zulässt. Während der Bauzeit werden temporäre Parkierungsalternativen geprüft. Nach Fertigstellung stehen die Parkplätze, wenn sie nicht für Messen benötigt werden, der Öffentlichkeit und Quartiersbevölkerung zur Verfügung.

Das Projekt umfasst zudem ein Mobilitätskonzept mit Carsharing, Ladestationen und Mikrotransport-Lösungen; Anpassungen im öffentlichen Verkehr werden mit den Behörden abgestimmt.

Chronologie (Auswahl)

Jahr

Meilenstein

2008

Entscheidung über die Zukunft des Parkhaus-Areal­es: Sanieren, Aufstocken oder Mehrwert schaffen.

2009-13

Machbarkeitsstudie und Testplanungsphase mit mehreren Architekturbüros.

2013

Eröffnung der neuen Halle 1 Süd (Teil der Messeinfrastruktur).

2014

Vertiefte Testplanung durch zwei Büros.

2015

Ausarbeitung des Bebauungsplans und Verkehrsgutachten als Grundlage für Umweltverträglichkeits­bericht.

2016/17

Formulierung des Ratschlags durch das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt.

2017

Öffentliche Planauflage Bebauungsplan; „Generelles Baubegehren“ zur Klärung u. a. von Baumfällungen.

2018

Überweisung des Ratschlags an die Bau- und Raumplanungskommission (BRK).

2019-20

BRK-Bericht an Regierungsrat und Grosser Rat; im März 2020 politische Legitimation der Rechtsgültigkeit.

Juni 2020

Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt genehmigt den Bebauungsplan.

2021

Vertragsabschluss zwischen der MCH Group und HRS Real Estate als Projektentwicklerin.

2022

Projektwettbewerb mit sieben Architekturbüros; Siegerprojekt «Rooseli» von Herzog & de Meuron.

2023

Start der Ausführungsplanung und abschliessenden Investorensuche.

2024

Beginn der Bauprojektphase (Phase 32) und Baubewilligungsphase (Phase 33).

2025

Baueingabe.

2026

Vorgesehener Baubeginn.

Beteiligte Partner

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit realisiert zwischen

  • MCH Exhibitions & Events GmbH als Baurechtsnehmerin.

  • HRS Real Estate AG als Entwicklerin und Totalunternehmerin (mit voller Kosten-, Qualitäts- und Termingarantie).

  • Kanton Basel-Stadt als Baurechtsgeber und Bewilligungsbehörde.

Bedeutung für den Standort

Mit dem Rosentalturm leistet die MCH Group einen wichtigen Beitrag zur städtebaulichen Weiterentwicklung rund um den Messeplatz Basel: Der Standort wird nicht nur als Messe- und Eventinfrastruktur verstanden, sondern als lebendiger Stadtteil mit Wohnraum, Gewerbe und öffentlichem Raum. Das Projekt verankert den Standort langfristig, schafft Mehrwert für die Region und zeigt, wie Infrastruktur- und Stadtentwicklung Hand in Hand gehen können.