Wie Materialien weiterwandern: Ein Pavillon, der zeigt, was Rethink bedeutet
Manchmal beginnt Wandel mit einer einfachen Frage. Im Frühsommer 2025 erreichte die MCH Group eine Anfrage aus dem Berner Oberland: Ob Materialien aus dem Messebau von Art Basel für ein experimentelles Architekturprojekt weiterverwendet werden könnten. Aus einem kurzen Telefonat entwickelte sich eine Zusammenarbeit, die heute beispielhaft zeigt, was es bedeutet, zirkulär zu denken – und wie aus Restmaterial nicht nur neue Strukturen, sondern neue Perspektiven entstehen können.
Atelier Pulfer + Aeberhard plante mit Unterstützung des Kunsthauses Interlaken einen temporären Pavillon, der die Idee der Zirkularität räumlich erfahrbar macht. Auch wenn der Pavillon den Fokus auf die beherbergte Kunst legte, so ist er selbst ein Statement: ein Raum, der zeigt, wie Materialien weiterleben können, wenn man den Mut hat, neu zu denken.
Da Art Basel und Expomobilia einen grossen Teil der eingesetzten strukturellen Messebauteile bereits in eigenen Kreisläufen weiterverwenden, stand für das Projekt nur eine gewisse Auswahl an Materialien zur Verfügung. Im Austausch zeigte sich schnell, dass vor allem die stabilen Tischlerplatten in Menge und Zustand geeignet waren. Nach gemeinsamen Abklärungen fiel die Wahl daher bewusst auf dieses Material, das kurz nach der Messe abgeholt und zur tragenden Struktur des Pavillons wurde.
Im Herbst entstand so auf der Höhematte in Interlaken ein frei zugänglicher Raum, der dann die Ausstellung Glass is a Mixture beherbergte – eine Schau zeitgenössischer Glasarbeiten, die ebenfalls das Thema Transformation in den Mittelpunkt stellt. Für die MCH Group zeigt dieses Projekt, wie die Dimension Rethink unseres DARE-Frameworks ihren Weg in die Praxis findet: Materialien neu betrachten, Partnerschaften ermöglichen und kreative Wege der Wiederverwendung stärken. Der Pavillon bleibt damit nicht nur ein temporärer Bau, sondern ein wanderndes Beispiel dafür, wie zirkuläre Ideen sichtbar werden können.